Neuigkeiten von St. Georgen swingt

Auf dieser Seite finden Sie alle Neuigkeiten über das Festival St.Georgen swingt, bestätigte Künstler sowie das Rahmenprogramm.

Lokalkolorit und Weltstars: Sechs musikalische Höhepunkte bei St. Georgen swingt 2018

Neue Location, neue Ausrichtung – St. Georgen swingt wird 2018 anders, als zuvor. Nachdem dem über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und beliebten Jazzfestival im März neues Leben eingehaucht wurde sind nun die organisatorischen Planungen fast komplett abgeschlossen.

In stundenlanger, ehrenamtlicher Arbeit, haben die Vorstandsmitglieder und die aktiven Mitglieder der Arbeitskreise in allen Bereichen an der achten Auflage, die erstmals auf der Seebühne in der Wilhelminenaue stattfindet, gearbeitet. „Auf das, was wir in den letzten Wochen und Monaten erarbeitet und erreicht haben, können wir mehr als stolz sein“, freut sich die 1. Vorsitzende, Regine Gareis. „Bedanken wollen wir uns in erster Linie bei Cornelius Sturm, der den Kulturkiosk betreibt und uns sofort unterstützt hat, und bei der Stadt Bayreuth, deren mit unseren Anliegen betraute Mitarbeiter uns bei den Planungen mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind.“ Das Gros der Planungen auf Vereinsseite wurde hier von Markus Linhardt und Michael Angerer übernommen.

Kernpunkt des Festivals ist natürlich die Musik. Durch das neue Konzept mit (vorerst) nur einer Bühne werden am 13. und 14. Juli 2018 jeweils drei Künstler bzw. Bands auf der VR Bank-Bühne stehen. Das Line-Up hat es dabei in sich: Von jungen Talenten aus der Region, über mit Jazz-Awards auszeichnete Künstler bis hin zu einem sechsfachen Grammy-Gewinner dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Trotz aller Bemühungen fehlt noch der sechste Name auf dem Festivalposter. „Wir wollen ein rundes Programm bieten, das an beiden Tagen stimmig ist und viele Facetten des Jazz mit seinen Ablegern abbildet. Unser Wunschkandidat aus dem Bereich Dixieland hatte leider für den Festivalsamstag schon andere Verpflichtungen, daher suchen wir aktuell noch eine Band dieses Genres“, erklärt der 2. Vorsitzende Wolfgang Lethaus, der zusammen mit Moritz Möller und Steffen Winkler für das Musikprogramm zuständig ist.

Der Festival-Freitag

Das Festival 2018 eröffnen um 18 Uhr artischoque. Die aus Bayreuth stammende Band gehörte schon 2017 zum musikalischen Programm und wird nun mit ihren „Jazzy Soulvibes“ in der Wilhelminenaue für die ersten Töne an einem hoffentlich tollen Sommerabend sorgen.

Aus Bonn kommt die zweite Band des Tages. Ab 19:45 Uhr präsentiert die Marion & Sobo Band einen modernen Stil von vokalem Gipsy Jazz. Dabei wird auf spannende Art und Weise globale Musik mit Jazz und französischem Chanson à ja Zaz performt.

Headliner am ersten Abend sind an 21:30 Uhr Dr. Will & The Wizards. Dr. Will ist ein schillernder Vertreter der modernen Blues-Szene, dessen Markenzeichen sein roter Anzug samt Zylinder sind. Er überzeugt mit seiner markanten Stimme, Entertainer-Qualitäten und einer gelungenen Bühnenshow, zu der auch die um Dr. Will formierte Band The Wizards einen großen Teil beiträgt.

Der Festival-Samstag

Nach der noch zu benennenden Dixieland-Band (17:30 Uhr) wird eine Hammond-Orgel im Mittelpunkt der VR Bank-Bühne aufgebaut. An ihr nimmt ab 19:30 Uhr eine deutsche Ausnahme-Künstlerin Platz: Barbara Dennerlein. Die Münchnerin, die in ihrer jahrzehntelangen Karriere über 30 Alben aufgenommen hat, schöpft die Bandbreite ihres Instruments vollends aus und begeistert mit Swing, Bebop, Blues, Soul, Latin und Funk.

Durch gute Kontakte und viel Verhandlungsgeschick wird ab 21:30 Uhr dann der musikalische Höhepunkt von St. Georgen swingt gefeiert. Vier gestandene Musiker, die die Welt mehrfach bereist haben und mit Eric Clapton, Frank Zappa oder Bruce Springsteen, mit Stevie Wonder oder Janis Joplin, mit Miles Davis und John Scofield gearbeitet haben, werden die Seebühne in der malerischen Wilhelminenaue betreten und das Publikum garantiert in ihren Bann ziehen. Randy Brecker, sechsfacher Grammy-Gewinner, wird an der Trompete gemeinsam mit Mike Stern (E-Gitarre), Tom Kennedy (E-Bass) und Dennis Chambers (Schlagzeug) ein begnadetes Set mit Elementen aus Jazz, Rock und R&B präsentieren.

Tickets ab Samstag im Vorverkauf

Schon in wenigen Tagen, ab Samstag, 12. Mai, können Eintrittskarten für einen oder beide Festival-Tage im Vorverkauf erworben werden. Wie gewohnt sind die Tickets online über www.okticket.de sowie in der Theaterkasse (Opernstraße 22), den Geschäftsstellen des Nordbayerischen Kurier und bei CIGO im Rotmain-Center erhältlich.

Das Tagesticket für den Freitag kostet im Vorverkauf 17 Euro (Abendkasse 20 Euro), die Karte für den Samstag 22 Euro (AK 25 Euro). Wer ein Festivalticket erwirbt, zahlt im Vorverkauf für beide Tage lediglich 30 Euro (AK 35 Euro). Ermäßigte Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.
Neben dem musikalischen Programm mit seinen tollen Künstlern darf natürlich auch der Genuss für den Gaumen nicht zu kurz kommen. Rund um den Kulturkiosk werden an mehreren Ständen lokale und überregionale Spezialitäten zu erwerben sein.

Morituri te salutant (Die Todgeweihten grüßen dich) oder „Wie reanimiert man ein Festival?“

Der Verein „St. Georgen swingt“ hat heute auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, das 7 Jahre lang erfolgreich durchgeführte Musikfestival mit verändertem Konzept an neuem Standort zum gewohnten Termin fortzusetzen. Noch im Dezember 2017 hatte derselbe Verein seine Auflösung und somit das Ende dieser beliebten und etablierten Musikveranstaltung im Bayreuther Stadtteil St. Georgen eingeleitet. Da die komplexe Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Events von immer weniger Personen getragen werden musste und die schwere Überschaubarkeit des Festival-Geländes im Rahmen veränderter Sicherheits- Notwendigkeiten eher mehr als weniger Manpower bedurfte, wurde ausgerechnet im „verflixten 7. Jahr“ ein Schlussstrich gezogen.

Motiviert und angespornt durch viele Resonanzen aus der Öffentlichkeit sowie der angebotenen Hilfe aus lokaler Wirtschaft und Politik haben sich 8 Vereinsmitglieder mehrfach getroffen, um über ein Fortbestehen unter neuen Rahmenbedingungen zu diskutieren und zu planen. So wurde über eine Neu-Ausrichtung des Musikprogramms nachgedacht, Organisatorisches überarbeitet und das gesamte Konzept auf den Prüfstand gestellt auch mit der Überlegung, den Standort zu wechseln.

Äußerst positiv waren zudem Gespräche mit wichtigen Sponsoren der vergangenen Jahre – sie alle wollen den neuen Weg gemeinsam mit dem Verein gehen und das Festival wieder unterstützen.

St. Georgen swingt präsentiert also am 13. und 14. Juli 2018 auf dem Gelände der Landesgartenschau 2016 einen musikalischen Neustart mit verminderter Quantität, aber durchaus gleichwertiger, wenn nicht gar verbesserter Qualität. Cornelius Sturm, Betreiber des Kulturkiosks „Zur Seebühne“, konnte von den Plänen überzeugt werden und wird das gastronomische Angebot auf dem Festivalgelände bereichern. Der Verein hofft nunmehr auf all die hilfreichen Hände derer, die seit Dezember ihrer Betroffenheit Luft machten und ihre Unterstützung angeboten haben, um Bayreuths kulturelle Vielfalt zu stärken.

Weitere Informationen zum musikalischen Programm, den Eintrittspreisen und dem Kartenvorverkauf folgen!

📷 Ochsenfoto.de

St. Georgen swingt – ein Festival verabschiedet sich

Im Jahre 2010 gründeten über 20 kreative Köpfe den Verein St. Georgen swingt. Ziel war, ausgehend von den Musikstilrichtungen Jazz und Swing, ein ganz neues Veranstaltungskonzept in der Kulturlandschaft in Bayreuth und der Region zu etablieren. Man hat in den vergangenen sieben Jahren bei den sieben Festivals sehr viel bewegt. Jedes Jahr pilgerten Tausende von Besuchern in den historischen Straßenzug von St. Georgen mit seinen kuscheligen Hinterhöfen und ließen sich von der Einzigartigkeit dieser Veranstaltung begeistern.

Doch was für die Gäste Unterhaltung und Vergnügen ist, ist für die Mitglieder und die anderen ehrenamtlichen Helfer viel Arbeit mit einer großen Verantwortung. Bereits nach dem Festival beginnen die Vorbereitungen, Planungen und Absprachen für das nächste Jahr. Und die haben sich im Laufe der Jahre mehr und mehr erweitert und wurden umfangreicher: Absprachen mit Anwohnern, Genehmigungen, Sicherheitskonzept, Personalplanung, Programm – „alleine von Bands liegen uns Bewerbungen vor, die ausreichend wären, 10 weitere Festivaljahre musikalisch gestalten zu können“ so Vereinsvorstand Regine Gareis.

Für die gesamte Abwicklung im Vorfeld wird ein Kreis von ca. 20 aktiven Personen benötigt, der sehr eng und zeitintensiv über das gesamte Jahr zusammenarbeitet. Und im Rahmen des Festivals wird dieser Personenkreis bis zu fünf volle Tage mit Vor- und Nachbearbeitung beansprucht. Aber genau das ist der Knackpunkt: 2017 wurde das Festival gerade einmal von der Hälfte der für einen reibungslosen Ablauf benötigten Mitglieder organisiert. Von den mitwirkenden Vereinen kamen zwar in all den Jahren Helfer für den Auf- und Abbau, aber auch hier „wird der Mangel an ehrenamtlichen Hilfskräften immer deutlicher“, so Regine Gareis. Die Ansprüche in allen Bereichen steigen und das kann der Verein alleine nicht mehr stemmen. Denn das Festival wird nicht kommerziell finanziert und betrieben, sondern aus Spenden, Sponsoring und Eintrittsgeldern und die Haftung liegt bei den Vorständen und damit beim Verein. Das Risiko mangelnder Einnahmen bei einer unsicheren Wetterlage gar nicht mit eingerechnet.

Bei der letzten Jahreshauptversammlung war es nunmehr leider nicht möglich, ausreichend Mitglieder zu finden, die diese Verantwortung zusammen mit dem 1. Vorstand Regine Gareis weiter erfüllen wollten. Nicht nur sie, sondern alle Mitglieder bedauern sehr, dass der Verein daher folglich auf Beschluss der ordentlichen Mitgliederversammlung zum 31.03.2018 hin aufgelöst wird.

Was bleibt ist die Erinnerung an sieben tolle Wochenenden im Juli in den Jahren 2011 bis 2017. Die Dankbarkeit des Vereins gilt den langjährigen Unterstützern, Sponsoren, Vereinen und Gastronomen – aber hauptsächlich den Menschen, die dieses Festival zu dem machten, was es war: ein Kulturerlebnis auf hohem Niveau.