1. Vorsitzende Regine Gareis im Interview: „Wir könnten sofort loslegen“

Bei ihr laufen alle Fäden zusammen: Zum zweiten Mal findet St. Georgen swingt mit Regine Gareis als Vorsitzende statt. Ihre Amtszeit ist geprägt vom letzten Festival in St. Georgen, dem zwischenzeitlichen Aus, der Wiedergeburt und nun dem ersten Festival in der Wilhelminenaue.

Regine, wie ist deine Stimmung im Hinblick auf das Festival 2018?

Einerseits bin ich ruhig und gelassen, weil ich weiß, dass alles läuft und alles steht, dass wir sofort loslegen könnten. Auf der anderen Seite vibriere ich vor Vorfreude und vibriere regelrecht, dass es bald losgeht.

Nach dem zwischenzeitlichen Aus und der Rettung des Festivals, was war für dich als 1. Vorsitzende die größte Herausforderung der letzten Monate?

Der schwierigste Moment war eigentlich die Mitgliederversammlung im März, wo wir den Mitgliedern, die sich mit dem „Aus“ des Vereins schon auseinandergesetzt hatten, nahezubringen dass wir eine Lösung haben. Trotz neuer Location und anderer Organisation hatten wir die Möglichkeit, weiter zu machen. Das innerlich angespannte Gefühl, ob alle mitziehen, war für mich der schwierigste Moment. Als wir das überstanden haben ist alles gelaufen.

Was war demnach für dich der beste Moment?

Da gibt es viele kleine beste Momente. Als wir in den letzten Wochen der Reihe nach die ganzen schriftlichen Mitteilungen der diversen Ämter bekommen haben dass die Genehmigungen erteilt sind und das Baby in trockenen Tüchern ist, das war schon besonders gut.

Welche Reaktion des Publikums auf das „neue“ St. Georgen swingt erhoffst du dir?

Ich sage es einmal so: Nicht nur die Bayreuther, sondern die Oberfranken an sich sind für Veränderungen ja nicht immer gleich offen. Aber wir haben ja ein Publikum, das zum einen von weit her kommt – bis zu 400 Kilometer wird die Anreise von Besuchern betragen. Wir haben uns einen Namen geschaffen, weit über die Grenzen Oberfrankens hinaus. Medial wurden wir sogar in Hamburg im Regionalradio erwähnt. Ich gehe stark davon aus, dass auch unsere treuen Besucher die neue Location in der Wilhelminenaue akzeptieren werden. Ich würde mich freuen, wenn auch die Skeptiker uns und dem neuen Gelände eine Chance geben und unser neues Festival lieben werden.

Auch durch die musikalische Neuausrichtung gibt es nur noch sechs Bands. Hier entstanden neue Herausforderungen, wie zum Beispiel der Flughafentransfer von Mike Stern, Randy Brecker und ihrer Band. War es für den Verein und die Helfer eine große Umstellung, alles bislang zu meistern?

Die wirklich aktiven Mitglieder und Helfer, die in den letzten sechs Monaten auf das kommende Wochenende hingearbeitet haben, sind natürlich auch mit ihren Aufgaben gewachsen. Das Personal in einigen Bereichen, wie der Musik, hat gewechselt. Daher war hier eigentlich gar keine Schwierigkeit vorhanden, denn alle haben im Bereich der Musik langjährige Erfahrungen und haben mit Dingen wie Flughafentransfer oder dem Einrichten eines Backstage-Bereichs mit Catering keinerlei Mühe. Das war in den letzten Jahren nicht so, da die Ansprüche nicht so hoch waren. Unsere Organisatoren waren darauf eingestellt und die Hürde war eher für die anderen Mitglieder gefühlt sehr hoch.

Auf welchen Moment freust du dich nun am meisten?

Ich freue mich darauf, wenn am Freitag das Festival mit dem Bieranstich, zusammen mit der Oberbürgermeisterin und Jeff Maisel, erfolgt. Das ist für mich ein Highlight, das ist der endgültige Startschuss. Dann kann ich mich etwas in den Hintergrund stellen und hoffentlich auch ein paar Minuten genießen. So richtig freue ich mich auch darauf, wenn ich am Sonntagabend über das aufgeräumte Gelände gehe und weiß, dass wir ein super Festival hingelegt haben und alle, Besucher, Helfer und Musiker, begeistert waren.