Der Arbeitskreis Musik im Interview: „Die Besucher bringen die Atmosphäre“

Für das musikalische Programm bei St. Georgen swingt zeichnet sich im Jahr 2018 ein Dreigestirn verantwortlich, das langjährige Erfahrung im Musikbereich mitbringt. Auch, weil die drei Mitglieder des Arbeitskreises selbst seit vielen Jahren Musik machen. Am Abend vor dem Festival sprachen wir am Rand der beleuchteten Bühne mit Wolfgang Lethaus, Steffen Winkler und Moritz Möller.

Warum sollen die Menschen aus Nah und Fern am Wochenende zu St. Georgen swingt kommen?

Wolfgang Lethaus: Weil St. Georgen swingt in seinem achten Jahr und im ersten Jahr in der Wilhelminenaue mit völlig neuer Konzeption antritt. Außerdem ist die Qualität, was die Musik angeht, nochmals verbessert worden. Was nun noch fehlt, sind die Besucher. Sie bringen die entsprechende Atmosphäre ein.

Ihr habt den Arbeitskreis Musik in diesem Jahr neu übernommen. Was war dabei die größte Herausforderung?

Steffen Winkler: Ich denke, das war die Aufgabe, ein adäquates Gegenstück zum bisherigen Straßenzug zu schaffen. Wir wollten natürlich im Jazzthema bleiben, die anderen, neuen räumlichen Gegebenheiten aber mit den entsprechenden musikalischen Acts beantworten.

Wie war die Herangehensweise an diese neue Aufgabe, nachdem beschlossen wurde auf einer Bühne täglich drei Künstler spielen zu lassen?

Moritz Möller: Unser großer Vorteil war, dass wir auf eine gute Vorarbeit aus den vergangenen Jahren zurückgreifen konnten. Hier waren viele Kontakte vorhanden. Wir haben dann ein wenig gesponnen und auch eine Reihe „großer“ Namen aufgeschrieben. Diese haben wir dann kontaktiert und Randy Brecker sowie Mike Stern waren dann tatsächlich die ersten, die uns als Top-Act zugesagt hatten. Darum herum haben wir dann das weitere Programm aufgebaut.

Auf was seid ihr rückblickend auf eure Arbeit besonders stolz?

Wolfgang Lethaus: Wir sind natürlich stolz darauf, dass Randy Brecker und Mike Stern nach Bayreuth kommen. Letztendlich ist das aber auf der Basis der Auswertung der alten Festivals passiert. Bislang gab es bis zu elf Bands pro Abend auf den Bühnen. Viele Besucher haben gesagt, dass sie sich gar nicht mehr als drei anhören konnten, weil die Auswahl so groß war. Das haben wir zum Anlass genommen, in der Wilhelminenaue mit drei Bands pro Abend zu starten. Dann bekommt jeder den Extrakt, den er sonst auch hatte, hintereinander auf der Bühne präsentiert.

Und am Samstag gibt es dann den Headliner für 2019? Habt ihr schon ein bisschen in die Zukunft gesponnen?

Steffen Winkler: Ideen gibt es schon, aber Namen wären jetzt noch zu früh. Wir wollen erst einmal ein erfolgreiches Festival 2018 durchziehen und Erfahrungen sammeln. Dann wissen wir, auf was wir für die Zukunft reagieren können und müssen. Wir wünschen uns natürlich, dass alles reibungslos läuft und wir das Ganze einfach wiederholen können.

Moritz Möller: Bei unseren Anfragen für dieses Jahr waren auf jeden Fall interessante Namen und großes Interesse der entsprechenden Künstler dabei. Die Absagen kamen eigentlich nur aus zeitlichen Gründen. Hier haben wir für 2019 schon eine gute Basis geschaffen!

Was wird für euch der Moment sein, auf den ihr euch am meisten freut?

Wolfgang Lethaus: Ich freue mich auf Samstagabend um 23 Uhr. Wenn alles geklappt hat, heule ich erst einmal eine Stunde lang so richtig. Dann ist alles gut!

Steffen Winkler: Ich freue mich auf zwei Sachen. Erst einmal meine verrückten Voodoo-Künstler um Dr. Will und auf den ersten Hammond-Akkord, den Barbara Dennerlein spielt. Dann ist jede Anspannung weg.

Moritz Möller: Ich freue mich natürlich auf jede Band. Mein persönliches Highlight werden aber Mike Stern und Randy Brecker sein.