Benefizkonzerte für St. Georgen swingt am 31. August und 1. September

Auch 2019 zeigt sich der Sommer in Bayreuth von seiner besten Seite. Warme, teils sogar zu heiße Temperaturen und viel Sonnenstunden verwöhnen die Stadt und die Region. Ein Wochenende blieb davon leider fast komplett ausgenommen: Das Wochenende von St. Georgen swingt.

Die monatelange Vorbereitung des Festivals, das zum zweiten Mal in der Wilhelminenaue stattfand, fiel buchstäblich ins Wasser. Wer sich zwischen ausgießenden Regenwolken und den wenigen Sonnenstrahlen auf das Festivalgelände wagte, der erlebte eine ganz besondere Stimmung mit tollen musikalischen Darbietungen. Essen vom Feinsten, Bands, die die Organisation und Besucher lobten.

Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Das neunte Festival war ein Verlustgeschäft. Ein niedriger fünfstelliger Betrag fehlt im Budget des gemeinnützigen Vereins, dessen Mitglieder die Veranstaltung ehrenamtlich organisieren. „Wir waren in den Tagen nach dem Festival himmelhochjauchzend und gleichzeitig zu Tode betrübt“, sagt die 1. Vorsitzende Regine Gareis. Aus ihrer Gefühlswelt und der ihrer Mitstreiter macht die Festivalchefin keine Mördergrube: „Wie schon vor zwei Jahren, nach dem Abschied aus St. Georgen, stellen wir uns derzeit die Frage, wie es weitergehen kann. Denn wir haben ein großes Ziel: Wir wollen 2020 unsere zehnte Auflage feiern, mit ganz vielen Musikfans und dann hoffentlich wieder gutem Wetter.“

Schon vor dem diesjährigen Festival gab es im Verein Überlegungen, die Zeit bis zum 10. Juli 2020 zu überbrücken. Mit kleinen Veranstaltungen im Spätsommer, Herbst, Winter oder Frühjahr. Dabei sollte für das kommende Jubiläum geworben, vielleicht sogar schon früher mit einem ersten feststehenden Headliner und dem Kartenvorverkauf begonnen werden.

Dieses Vorhaben rückt nun zu Teilen in den Hintergrund. „Noch müssen wir klären, wie wir die finanzielle Lücke schließen können“, erklärt Regine Gareis. „Wir danken unseren Sponsoren, den Fieranten und allen, die dieses Jahr gekommen sind. Auch haben wir schon Zusagen unserer Partner für das nächste Jahr. Trotzdem brauchen wir Geld, um die Planungen aufnehmen zu können, um Bands unter Vertrag zu nehmen und dann Teile der Gage – wie branchenüblich – vorab zahlen zu können.“

Aus diesem Grund wird es am Samstag, 31. August, und Sonntag, 1. September, um den Kulturkiosk wieder musikalisch. Beide Tage stehen dabei im Zeichen der Countrymusik.

Am Samstag werden ab 19 Uhr „Two Cuts Away“ ein Konzert spielen, gleichzeitig untermalen die Line Dancer der „Sowbugs“ das Programm. Der Eintritt ist kostenlos, beide Gruppen verzichten auf Gelder und stellen Sammelboxen zu Gunsten von St. Georgen swingt auf.

Unter dem Motto „Country & Coffee“ geht es am Sonntag ab 14 Uhr weiter. Die in der Region bestens bekannte Rock-, Pop-, Country- und Folk-Sängerin Stevie McGee wird mit ihrer Band auf der Bühne am Kulturkiosk auftreten. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen zu kaufen. Auch hier wandern alle Gagen und Spenden in die Sammelboxen des Vereins.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Ulla und Coco vom Kulturkiosk, Two Cuts Away, den Sowbugs sowie Stevie McGee und ihre Band, die sich spontan dazu bereit erklärt haben, durch ihre Teilnahme und Unterstützung einen Teil dazu beizutragen, das Defizit von St. Georgen swingt zu minimieren.